Materialprüfung
Untersuchung des thermischen Widerstands einer definierten Beschichtung beziehungsweise eines definierten Prüfkörpers.
Die thermische Wirkung von PSC 250T BUILD wurde unter kontrollierten Prüfbedingungen und an realen Gebäuden untersucht. Hier stehen die Ergebnisse – mit Messbedingungen, Gebäudedaten und den dokumentierten Werten.
Neben Labor- und Prüfstandsuntersuchungen wurden zahlreiche reale Gebäude vor und nach der Beschichtung untersucht: Außen- und Raumtemperatur, Innenoberflächentemperatur, thermografische Aufnahmen, teilweise wiederholt an identischen Messstellen.


| Gebäude | Außen | Raum | Wand vorher | Wand nachher | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Vollziegelwand, dreilagig · In-situ-Messung PSC-U-2026-001 | 15,9 → 6,6 °C | 26,4 → 24,4 °C | 25,3 °CMessbeginn 20:57 | 24,0 °CMessende 08:54 | Testo 635-2 mit U-Wert-Kit, 06./07.09.2026, 11 h 57 min 13 s, 42.978 auswertbare Datensätze. Beschichtet wurden rund 35 m² mit 18 l Material, Schichtdicke etwa 0,5 mm, aufgebracht im April 2025 (Basic B + PSC Build). Wandaufbau von außen nach innen: Beschichtung, 5 mm Armierungsmörtel mit Gewebe, Kalkzementputz, dreilagiges Vollziegelmauerwerk, innen Zementputz und Acrylfarbe. Während die Außentemperatur um 9,3 K fiel, sank die Innenoberfläche um 1,3 K und blieb durchgehend innerhalb von 0,3 bis 0,5 K der Raumluft. Ausgabewerte des Messsystems: 0,140 W/(m²K) im Fenster 01:15–03:15 Uhr (Median 0,139, Standardabweichung 0,016, Spanne 0,111 bis 0,177) und 0,195 W/(m²K) von 05:00 Uhr bis Messende (Median 0,183, Standardabweichung 0,044, Spanne 0,105 bis 0,293). Randbedingungen: Heizung aus, Fenster geschlossen, ab 23:00 Uhr keine Personenbewegung im Raum, Außenfühler frei auf XPS-Unterlage. Die Messstelle liegt etwa 1 m neben einem Fenster. Der Anfangsbereich ist Einrichtungsphase – der Außenfühler lag zunächst noch innen – und zählt nicht zum Ergebnis. Messbericht mit Fotodokumentation und die vollständige Rohdaten-CSV sind offengelegt; das Gerät arbeitet über die Temperaturdifferenz, nicht mit einer Wärmestromplatte, und 11 h 57 min liegen unter den 72 Stunden nach ISO 9869-1. |
| Wohnhaus, Bj. 1890 | +2 / +5 °C | 20 °C | 12 °C | 19 °C | Aufnahmen vorher und nachher an derselben Messstelle, vergleichbare winterliche Bedingungen |
| Wohnhaus, Bj. 1900 | 0 °C | 20 °C | 12,9 °Crechnerisch | 19 °Cgemessen | Der gemessene Wert liegt deutlich über dem rechnerisch erwarteten |
| Wohnhaus, Bj. 1900 | 5 → 3 °C | 16 → 20,5 °C | 12,3 °C | 18,6 °C | Vorlauftemperatur konstant 36 °C. Zum Vorzeichen der Außentemperatur widersprechen sich zwei Unterlagen des Herstellers (+5/+3 °C bzw. −5/−3 °C). Davon hängt ab, welche der beiden Aufnahmen unter den kälteren Bedingungen entstand – wir führen den Vergleich deshalb ohne Richtungsaussage. |
| Wohnhaus, Bj. 1960 | +4 °C | 20 °C | 11 °C | 19 °C | Deckenheizung, tragende Betonstruktur sichtbar |
| Mehrfamilienhaus, Bj. 1900 | +3 °C | ca. 22 °C | 19,7 °C12 cm EPS WLG 031 | 21,0 °CPScoat | Gegenüberstellung zweier Wandabschnitte im selben Gebäude, denkmalgeschützte Front. Verglichen werden Innenoberflächentemperaturen an je einer Messstelle – nicht die Dämmleistung einer Schichtdicke. Ein Messprotokoll liegt nicht vor: Datum, Ort, Lage der Messstellen, Wandaufbau und Himmelsrichtung sind unbekannt. |
Thermografien und Gebäudemessungen hat der Hersteller selbst durchgeführt – eigene Messungen, keine externe Prüfstelle.
Der Prüfaufbau bestand aus Gipskarton, OSB und einer 100 mm starken Dämmschicht. Untersucht wurden ein unbeschichteter Referenzaufbau, der PSC-Aufbau, ein Aufbau mit 100 mm Polystyrol und der PSC-Aufbau mit zusätzlicher Fassadenbeschichtung. Erfasst wurde neben den Temperaturverläufen auch die elektrische Energie, die zum Halten der Temperatur nötig war. Geprüft wurde ein Trennwandaufbau mit dünner Beschichtung – nicht der Fassadenaufbau dieses Systems.
| Aufbau | je 24 h |
|---|---|
| Referenz, unbeschichtet | 6,58 kWh |
| PSC | 4,38 kWh |
| 100 mm Polystyrol | 4,48 kWh |
| PSC + Fassadenbeschichtung | 4,08 kWh |
Im Prüfstandsversuch lag der Energiebedarf des beidseitig beschichteten Aufbaus um 38 % unter dem des unbeschichteten Referenzaufbaus (4,08 statt6,58 kWh je 24 h; nur innen beschichtet4,38 kWh, also 33 %) – ein Wert für diesen Prüfaufbau, keine Einsparung an einem realen Gebäude. Der parallel geprüfte 100-mm-Polystyrolaufbau lag bei 4,48 kWh: knapp über dem nur innen beschichteten Aufbau, um 8,9 %über dem beidseitig beschichteten.
Zusätzlich wurde untersucht, wie schnell sich die warme Prüfkammer nach Abschalten der Heizung abkühlt.
| Aufbau | Verlust |
|---|---|
| Referenz | 14,13 K |
| 100 mm Polystyrol | 11,73 K |
| PSC | 10,30 K |
Auch dieses Verfahren zeigt eine geringere Abkühlung des PSC-Aufbaus gegenüber der parallel untersuchten Polystyrolreferenz.
Gilt für den untersuchten Prüfaufbau unter den dortigen Bedingungen.
Aus der In-situ-Messung lässt sich ein äquivalenter Wärmeleitfähigkeitswert zurückrechnen. Weil diese Zahl häufig ohne ihre Herleitung zitiert wird, steht hier die vollständige Rechnung.
| Schritt | Wert | Woher |
|---|---|---|
| Angesetzter Ausgangs-U-Wert der Wand | 1,60 W/(m²K) | fachlich üblicher Referenzwert für historisches Vollziegelmauerwerk – nicht vor der Beschichtung gemessen |
| Gemessener U-Wert nach Beschichtung | 0,140 bis 0,195 W/(m²K) | Ausgabewerte des Testo 635-2, je nach Auswertefenster |
| Daraus zurückgerechneter Wärmedurchlasswiderstand | 4,50 bis 6,52 m²K/W | Differenz der Kehrwerte (1/U nach Beschichtung − 1/1,60): 6,52 aus dem stabilen Fenster (0,140), 4,50 aus der späten Phase (0,195) |
| Äquivalenter Lambda-Vergleichswert | rund 0,0001 W/(m·K) | bei 0,5 mm Schichtdicke; aus dem stabilen Fenster 0,000077, aus der späten Phase 0,000111 |
Ein Vergleichswert für dieses Bauteil, zurückgerechnet aus der gemessenen Wirkung – kein Kennwert nach EN 12667/12664 und kein Bemessungswert. Der Ausgangswert 1,60 W/(m²K) wurde angesetzt, nicht gemessen.
Die thermische Wirkung einer Beschichtung lässt sich nicht sinnvoll allein anhand der Wärmeleitfähigkeit einer 1-mm-Schicht beurteilen. Bei einem realen Bauteil wirken sämtliche Schichten gemeinsam.
Untersuchung des thermischen Widerstands einer definierten Beschichtung beziehungsweise eines definierten Prüfkörpers.
Untersuchung des vollständigen Wandaufbaus unter definierten Bedingungen.
Untersuchung des tatsächlichen Verhaltens eines bestehenden Gebäudes unter realen Bedingungen.
Diese Verfahren sind nicht austauschbar – sie beantworten unterschiedliche Fragen. Gerade der Vergleich eines PSC-Aufbaus mit einem konventionell gedämmten Referenzaufbau unter identischen Prüfbedingungen ist deshalb besonders aussagekräftig.
Die vollständigen Prüf- und Untersuchungsberichte veröffentlichen wir nicht als Marketingunterlagen. Sie stehen bei konkretem technischem Prüfbedarf zur Verfügung – für Bauingenieure, Sachverständige, Planer, größere Bauvorhaben, Behörden und gutachterliche Bewertungen.
Thermisches Verhalten verschiedener Wandaufbauten im direkten Vergleich. Aussteller und Prüfdatum legen wir zusammen mit dem Bericht vor.
Laboratorium Chemii Budowlanej EFEKT, Zabrze, Bericht EKW/8/3/96÷97/2022 vom 16.05.2022, geprüfter Aufbau 2 × 0,5 mm, PSC-250T/BUILD. Kein Produktzertifikat einer notifizierten Stelle (AVCP System 3).
Messbericht vom 06./07.09.2026 mit Fotodokumentation des Messaufbaus, 5 Seiten. Enthält Messobjekt, Sensorik, Randbedingungen, die quantitative Auswertung beider Fenster und die Rechenkette des abgeleiteten Lambda-Vergleichswerts. PDF ansehen
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